Dienstag, 28. Februar 2012

1. Tag Sightseeing in Mysore

Am Sonntag brach unsere Gruppe nach Mysore auf. Mysore liegt ungefähr 125m südwestlich von Bangalore und ist mit "nur" 890.000 Einwohnern deutlich kleiner als Bangalore. Auf unserer ca. 3 stündigen Fahrt begleitet uns Joe, unserer Reiseführer, der zu allem immer interessante Informationen bereithielt.

Unser erster Stop war die Stadt Shrirangapattan mit ihrer Ruinen Festung und Daria Daulat Bagh, der Sommerresidenz des Tipu Sultan.



















Danach ging es weiter nach Mysore, wo wir in unserem Hotel erst einmal den Staub der Reise abwaschen konnten.







Danach stand Sightseeing in Mysore auf dem Plan. Als erstes besichtigten wir Amba Vilas, den Palast des Maharadschas, der Teilweise noch von Nachfahren des Maharadschas bewohnt wird. Nach einer Tour durch den prachtvollen Palast (keine Fotos, da Kameras leider verboten), bekamen wir noch Zeit, uns von den Ausmaßen des Palasts ein Bild zu machen.




































Nach der Palastbesichtigung fuhren wir auf den Chamundi Hill. Dieser befindet sich ca. 3 km vom Stadtzentrum entfernt und ist 1096m über NN. Auf diesem Berg befindet sich der Tempel Gopuram. Zu diesem führt auch eine Treppe mit 1000 Stufen, die wir aber glücklicherweise nicht heraufsteigen mussten ; ).


















Nachdem es dunkel geworden war, durften wir die "Illumination of the Palace" erleben. So wird 2 mal in der Woche um 19 Uhr der Palast mit fast 1 Million Glühbirnen beleuchtet. Wir hatten die Möglichkeit, das ganze vom Berg aus und dann noch einmal direkt am Palast zu erleben. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.































Samstag, 25. Februar 2012

Village, Slum & Tanzaufführung

Was fällt bei der Überschrift auf? Korrekt ein Begriff passt nicht so ganz in die Reihe. Aber genauso war dieser Tag, voll von Kontrasten.

Nach dem Frühstück stiegen wir in den Bus und fuhren ca. 1,5 Stunden aufs Land. Dort besuchten wir ein Dorf, welches von der Christ University im Rahmen des Center for Social Action betreut wird. Vor Ort wurden wir von den Schulkindern freundlich mit Liedern und Tänzen empfangen. Wir haben das natürlich nicht auf uns sitzen lassen und mit "Bruder Jakob" als Kanon angestimmt... den Blicken nach zu urteilen werden die Kinder den Vortrag nicht mehr so schnell vergessen.


Danach spielten wir noch mit den Kindern und so mancher ach so reife FH Student, entdeckte wieder das Kind in sich ; )




Nach der Interaktion mit den Kindern erhielten wir einen Rundgang durch das Dorf und durften auch das Haus einer Dorfbewohnerin besichtigen. Uns wurde erklärt wie mit der Hilfe von Frauen-Selbsthilfe-Gruppen, das Leben im Dorf verbessert werden konnte. Es war sehr spannend zu sehen wie die Christ University durch Anleitung zur Selbsthilfe versucht die Situation des armen Teils der indischen Bevölkerung zu verbessern.



Nach einem Mittagessen im Hotel ging es weiter zu einem weiteren Projekt der Christ University. Dieses befindet sich in einem der Slums von Bangalore. Dort wurden wir zu den Unterrichtsräumen geführt und verbrachten dort Zeit mit den Schulkindern. Außerdem lernten wir dort interessantes über den Slum. So verschwinden z.B. immer mehr die "klassischen" Wellblechhütten und werden durch feste Häuser ersetzt. Diese Veränderung wird vom Staat herbeigeführt, der den Bau von Häusern in diesen Gebieten mit ca. 80% der Kosten sponsert.

Das Abendprogramm war dann das vollkommene Kontrastprogramm zum Rest des Tages. Wir hatten das Glück während der alljährlichen Tanzaufführung des Departments for Performing Art der Christ University anwesend zu sein. 152 Künstler (davon sogar 2 Deutsche =), 2000 Zuschauer und eine Wahnsinnsshow. Dazu gibt es nur eins zu sagen: Incredible India!





Und so als kleiner Hinweis am Rande: Wir sind noch alle gesund & munter. Keine nennenswerten Ausfälle bisher ; ).





Überraschungsbesuch, Bosch Besuch & Eisenbahn Besuch

Am Freitag erhielte wir, bzw. die Christ University, spontan Besuch vom stellvertretenden deutschen Generalkonsul in Bangalore, Hans-Günther Löffler. Dieser hatte vom Indian Gateway Programm und der deutschen Beteiligung gehört und informierte sich über das Programm.






Am Nachmittag besuchten wir das Werk von Bosch in Bangalore. Abgesehen von einem Führer der sehr überzeugt von seinem Arbeitgeber war und uns scheinbar alle gerne in Indiens (aller aller =) bestem Ausbildungsbestrieb gesehen hätte, gibt es darüber nicht viel zu berichten.




Abends ging es dann in ein Restaurant, welches einem alten Eisenbahnwagon nachempfunden war. Neben der Kulisse, war auch das Essen sehr spektakulär (gut).

Donnerstag, 23. Februar 2012

Erster Besuch auf dem Kengeri Campus


Seit 2009 gibt es von der Christ University einen zweiten Campus 25 km entfernt vom Haupt-Campus, den Kengeri Campus. 75ha mit viel grün und Bäumen sind ein angenehmer Kontrast zum lauten und stickigen Bangalore.





Nach einer kurzen Begrüßung und einigen Informationen rund um den Campus, gab es eine kleine Vorlesung zum Thema Netzwerke.















Nach dieser wurden die Studenten in Gruppen eingeteilt und mussten sich für 1,5 Stunden mit verschiedenen Themen beschäftigen und eine kleine Präsentation vorbereiten.














Nach einem Lunch im Grünen...




























...wurden die Ergebnisse (die für die kurze Vorbereitungszeit wirklich gut waren) vorgetragen.



Sightseeing

Am Mittwoch war Sightseeing angesagt. Aufgrund zeitlicher Probleme beschränkte sich das ganze allerdings auf eine Sehenswürdigkeit. Den Tempel der ISKCON in Bangalore, einem der Gottheit Krishna gewidmetem Tempel im neo-klassischem Stil.


Wir erhielten eine Tour durch den Tempel von einem der Mönche, der uns über die Geschichte der Hare Krishna Bewegung aufklärte und uns Einblicke in ihre Tätigkeit gab.


Dabei gab es zum einen beeindruckende, wie auch überraschende Informationen. So werden mithilfe von Großküchen täglich in ganz Indien 1,3 Millionen Schulkinder mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Die Vision hinter dieser dahinter lautet "No child in India shall be deprieved of education because of hunger". Eine Vorstellungen vom Ausmaß dieser Vision konnten wir beim Besuch einer der Großküchen bekommen.


Die Gegensätze die überall in Indien zu finden sind, konnte man direkt danach erkennen. Zum einen erhielten wir ein Präsentation über ein weiteres Projekt der ISKCON: Krishna Lila, den größten Tempel weltweit. Für westliche Betrachter wirkte das ganze aber eher wie ein Vergnügungspark mit religiösem Hintergrund. Zum anderen befindet sich direkt neben der Großküche für Schulkinder das "The Higher Taste", eines der besten vegetarischen Restaurants Bangalores.


Das Essen dort war vorzüglich und gab einen spektakulären Einblick in die Küche Indiens.


Das Feld wurde allerdings nicht komplett den indischen Spezialitäten überlassen. Bei den Desserts hatte sich auch etwas deutsches eingeschmuggelt ; ).





Mittwoch, 22. Februar 2012

1. Einblick in Incredible India


Nach einer viel zu kurzen Nacht und dem ersten indischen Frühstück ging es mit dem ersten offizielle Programmpukt, einer traditionellen indischen Willkommenszermonie, los. Das Endergebnis (wie auf dem Foto zu erkennen) waren mit Blumen behangene Würzburger Studenten mit roten Punkten zwischen den Augen (sogenannte Bindi).


Der Willkommenszermonie folgte die "Lighting of the Lamp" Zermonie und ein traditioneller indischen Tanz, aufgeführt von einer Studentin der Universität. Danach erhielten wir einen Einblick in die kulturelle, historische und wirtschaftliche Vielfalt von Indien durch die Leiterin des International Exchange Programs Prof. Suniti Phadke. Nach diesem Vortrag war das Konzept von "unity through diversity" im Zusammenhang mit Indien noch beeindruckender.
Am Nachmittag fand das erste Zusammentreffen unserer Studenten "live" mit indischen Studenten statt. Im Zuge dieses Treffens wurde eine Gruppenaufgabe gestellt. Studentengruppen müssen ohne sich zu bewegen eine Szene darstellen und der Rest muss erraten um was es sich handelt. Anbei die Ergebnisse. Viel Spaß beim erraten der Szenen ; )





Der darauf folgende Rundgang über den Campus. In Prof. Johns Worten: "Groß, Grün".




Am Abend besuchten wir einen Call Center von AEGIS. AEGIS ist hauptsächlich für amerikanische Kunden tätig, weshalb aufgrund der Zeitverschiebung meistens Nachts gearbeitet wird. Der Besuch erfolgte deshalb erst gegen Abend.

Nach dem Besuch ging es zu einem überraschend westlichen Restaurant dessen überraschend westlichen Preise beinahe zum Bankrott ; ) unserer Reisekasse geführt hätte. Dank eines netten Kellners wurde Claudia aber darauf aufmerksam, dass die uns kurz zuvor angepriesenen Angus Steaks wohl 60€ pro Person kosten würden. Es konnte aber noch kurzfristig umbestellt werden und das Abenteuer kann weiter gehen.

Flug und Ankunft

Mit nur 15 Minuten Verspätung (und das trotz Streiks am Frankfurter Flughafen) konnten wir am 20.2. um 12.35 unsere Reise Richtung Bangalore beginnen und betraten ca. 8 Stunden später das erste mal indischen Boden.

Nach der Ankunft wurden wir von Mr. Jithin und 2 Würzburger Studenten die bereits vor Ort waren empfangen wurden. In einer abenteuerlichen Nachfahrt ging es dann zu unserer Unterkunft auf dem Universitätsgelände, wo alle müde aber glücklich in unsere Betten gefallen sind.






Mit einem weiteren Studenten vor Ort und Claudia Keller in einem leicht verspäteten andere Flug sind nun insgesamt 24 Studenten, 2 Professoren und 2 Mitglieder der Fakultät bereit Indien zu entdecken.